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Zum ersten Mal in einem Raum

Während unseres vergangenen Treffens haben wir uns zum ersten Mal in der Wirklichkeit getroffen. Das Café der Aidshilfe Düsseldorf bot ausreichend Raum, damit wir mit Abstand und weit geöffneten Fenstern zwei Stunden lang planen, diskutieren und organisieren konnten.

Die Tagesordnung hätte auch für drei Mal so viel Zeit gereicht, aber dank des sehr großen Durchhaltevermögens und Disziplin schafften wir die vielen Punkte „just in time“. Es hat sich wiedermal gezeigt, wie stark unser Team inzwischen geworden ist. Dennoch gönnen wir uns für das kommende Treffen mehr Zeit, eine Pause und vielleicht auch weniger Punkte.

Ein sehr wichtiger Aspekt, den wir direkt zu Beginn diskutierten, war die Definition von „queer“, welche Facetten der Community wir darunter fassen und welche wir explizit in einer Abfolge von Buchstaben nennen. Dabei orientierten wir uns an den Beschreibungen, die „Anders&Gleich“ in der „Fiebel der vielen kleinen Unterschiede“ zusammengefasst haben. Dieses sind jedoch keine Definitionen, weil alle Menschen das Recht haben ihre Identität und sexuelle Orientierung eigenständig zu definieren. Um dennoch eine gemeinsame Grundlage zu schaffen, worüber wir reden, wenn wir „queer“ meinen gilt für unsere Initiative:

LSBTIAQ+

Wir beschränken uns also bei dem Begriff „queer“ darauf, dass dieser ein Oberbegriff ist, um sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten zu bündeln. Da „queer“ ebenfalls eine Abgrenzung zu heteronormativen und binäridentiären (das meint: es gibt nur 2 Geschlechter, die außerdem die Identität von Menschen vorgeben, z.B.: Männer spielen Fußball, Frauen tanzen Ballett) Gesellschaftsmodellen bedeuten kann, steht das „Q“ auch für „queer“.

L für lesbisch

S für schwul

B für bisexuell, inklusive Pansexualität

T für trans* (transgender, transident, transgeschlechtlich, trans…, etc.)

I für inter* (intergeschlechtlich, interident, etc.)

A für aro, aromantisch, ace, asexuell

Q für queer, questioning („fragend“, eine Person, die im Prozess steht ihre geschlechtliche Identität oder sexuelle Orientierung herauszufinden)

+ für nichtbinär, nonbinary, enby, genderfluid und weitere

In Zukunft werden wir also diese Buchstabenreihenfolge bzw. queer verwenden. In einer Fußnote oder einem Hinweis zu Beginn, weisen wir immer wieder darauf hin, damit keine Missverständnisse entstehen.

Die folgenden Punkte unseres Treffens widmeten sich wieder der handfesten Realisierung des queeren Zentrums Düsseldorf. Wir brachten uns gegenseitig auf die aktuellen Stände zu Trägerschaft, Standorten und Finanzierung. Darüber hinaus sammelten wir Eckpunkt für das Konzept. Dieses wird von einer Kleingruppe verschriftlicht und anschließend vom gesamten Team diskutiert.

Wir freuen uns auf das kommende Gespräch mit dem Oberbürgermeister, halten engen Kontakt zum Amt für Gleichstellung und sprechen nach und nach weitere Politiker*innen und Ämter der Stadt an. Zusätzlich bauen wir weiter die Kooperationen zu Queerhandicap, mit den Gruppen und Vereinen innerhalb der Düsseldorfer Community sowie weiteren wichtigen Organisationen aus.

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