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Bedarfsanalyse

Uns ist besonders wichtig, das queere Zentrum an dem zu entwickeln, was der LSBTIAQ Community in Düsseldorf fehlt. Unsere Befragung einzelner Personen hat dazu bereits sehr gute Ergebnisse geliefert. Ebenso erstellten wir ein Stimmungsbild innerhalb unserer Initiative, in das auch Gespräche mit Hochschulgruppen und landesweiten LSBTIAQ-Initiativen (z.B. Queerhandicap) geflossen sind. Jetzt liegen uns ebenfalls die Ergebnisse unserer zweiten Umfrage vor. Diese richtete sich an Gruppen & Vereine der Düsseldorfer LSBTIAQ Community.

Der Großteil der organisierten Vereine und Gruppen unterstützt die Realisierung des queeren Zentrums und bietet ihre Mithilfe an. Aus ihrer Sicht ist das Besondere an einem solchen Zentrum die Möglichkeit von Schutzräumen und Trefforten für ihre Zielgruppen jenseits der Beratungs- und Selbsthilfemöglichkeiten. Gemeinsame Veranstaltungen sind vorgeschlagen worden, wie auch Raumnutzung für außergewöhnlich niedrigschwellige Angebote. Des Weiteren wurde von mehreren angeregt, im Zentrum eine Art Lotsenstelle einzurichten. Durch diese wird Übersicht gegeben und die vielfältigen bereits vorhandenen LSBTIAQ Angebote bekannter gemacht. Sie würde zusätzlich Menschen, die noch nicht in der Düsseldorfer Community angekommen sind, den Einstieg erleichtern und ihnen unkompliziert nahe bringen, was in Düsseldorf alles für LSBTIAQ möglich ist.

Appelliert wurde, dass keine Parrallelstrukturen und Konkurrenzangebote geschaffen werden. Dafür ist der bestehende Austausch mit ihnen und auch über das LSBTIQ Forum wichtig und wird selbstverständlich aufrecht gehalten. Den Schwerpunkt soll das Zentrum darauf legen weitere Menschen anzusprechen und ihnen einen „Wohlfühlort“ zu geben, die bislang nicht erreicht werden. Dies meint LSBTIAQ und auch heterosexuelle, cis Menschen, die uns unterstützen möchten, oder positiv interessiert sind an unseren Themen. Ziel ist die Verbindung der Stadtgesellschaft, was auf geschützen Räumen basiert und durch einen diskriminierungsfreien Austausch erreicht wird.

Die organisierten Gruppen & Vereine wünschen sich ein queeres Zentrum, das ein Ort der Kultur und Bildung ist, eine erste Anlaufstelle in Düsseldorf, um weitere Angebote zu entdecken, sowie das die bestehenden Strukturen unterstützt. Damit wirkt das queere Zentrum gegen Vereinsamung, fördert den sozialen Zusammenhalt und ermöglicht Antidiskriminierungsarbeit, besonders mit dem Blick auf Mehrfachdiskriminierungen. Es bietet mit dem LSBTIQ Forum zusammen einen zentralen Anknüpfungspunkt in die queere Community hinein, schützt und bestärkt Menschen auf ihren individuellen Wegen zu sich selbst und erleichtert Gewaltschutzkonzepte für die vielfältige Stadtgesellschaft, die wir glücklicherweise in Düsseldorf haben.

Diese Ergebnisse beachtet die Kleingruppe, die ins Gespräch mit dem Oberbürgermeister gehen wird. Sie werden den bereits erarbeiteten Punkten hinzugefügt und mit ihnen in Einklang gebracht. Dabei bemerkten wir, dass es grundsätzlich eine große Befürwortung für das queere Zentrum gibt und alle Vorstellung in dieselbe Richtung fließen: eine kulturelle Begegnungsstätte mit Bildungsangeboten, an der man in Schutzräumen die Freizeit verbringen kann. Also etwas, dass für heterosexuelle, cis Personen selbstverständlich ist.

Bei unserem nächsten Treffen vertiefen wir, die Aspekte, die heute nicht weiter disskutiert wurden. Außerdem freuen wir uns auf die Ergebnisse der Kleingruppe, die sich mit einem Leitbild für das queere Zentrum beschäftigt hat.

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